Wie fange ich am besten mit ätherischen Ölen an?
Worauf muss ich beim Kauf achten?
Mit welchen ätherischen Ölen fange ich am besten an?
Welche Anbieter stehen zur Auswahl?
... Ein kleiner Leitfaden für Anfänger!
Wenn du dich zum ersten Mal mit ätherischen Ölen beschäftigst, hast du sicherlich viele Fragen. Wo und wie fängt man überhaupt an? Hier ein paar meiner wichtigsten Ratschläge für Einsteiger:
1. Worauf muss ich beim Kauf achten?
Achte auf die Bezeichnung "100 Prozent naturrein".
NICHT natürlich, naturidentisch oder sonstiges - es muss "100 % naturrein" auf dem Etikett stehen! Alles andere kann bedeuten, dass das Öl entweder ein synthetischer Duftstoff ist oder mit anderen natürlichen ätherischen Ölen gestreckt wurde.
Außerdem ist immer Bio-qualität oder Wildsammlung zu bevorzugen.
Achte auch auf die genauen botanischen Namen und, falls vorhanden, die Chemotypen. Manchmal klingen ätherische Öle ganz ähnlich, aber ihre Eigenschaften, ihre Biochemie, und somit auch potentielle Risiken, sind komplett anders. So ist Thymian ct. linalool beispielsweise hautmild, aber Thmyian ct. thymol ist sehr stark hautreizend (sogar dermokaustisch). Beides ist jedoch dieselbe Pflanze (Thymus vulgaris)! Der einzige Unterschied - und der Grund, warum diese Pflanze verschiedene ätherische Öle mit verschiedenen Molekülen produziert - liegt in der Höhenlage, in der sie wächst. Seriöse Anbieter werden dir immer die exakten botanischen Bezeichnungen und (falls bei dieser Pflanze vorhanden) die Chemotypen nennen!
2. Mit welchen äÖ fange ich am besten an?
Frage dich zunächst, wofür du ätherische Öle gerne einsetzen würdest oder welche Duftrichtungen dir gefallen. Ist es eher blumig-floral oder magst du Walddüfte? Magst du den erfrischenden Duft von Zitrusfrüchten und erdende, tiefe, warme Duftnoten?
Dies kann dir schonmal helfen. Wichtig: Fange mit ätherischen Ölen an, die relativ nutzerfreundlich sind. Denke daran, dass jedes ätherische Öl anders ist. Das kennst du ja auch von Pflanzen: manche kann man bedenkenlos anfassen, andere wie Brennnessel, Riesenbärenklau oder Kakteen nicht. Manche wie Erdbeeren, Zitronenmelisse oder Gänseblümchen kann man essen, andere hingegen sind giftig. Ähnlich ist es bei den ätherischen Ölen. Daher ist es nötig, dich zu jedem Öl, welches du benutzen möchtest, zu informieren, um zu wissen, was du hier beachten musst.
Vorsicht: Leider ist es nicht so einfach, sich zu ätherischen Ölen zu informieren. Es kursieren inzwischen auch etliche fragwürdige Ratschläge. Nicht nur ist mir das immer wieder bei Social Media aufgefallen - sondern sogar bei ein paar Büchern. "Prüfe deine Quellen" ist bei ätherischen Ölen unglaublich wichtig, denn es sind hochkonzentrierte Substanzen, mit denen man nicht leichtfertig umgehen sollte.
Solange ätherische Öle in einem Rezept, das du liest, stark verdünnt sind (das heißt: unter 2 Prozent ätherische Öle und über 98 Prozent Pflanzenöl) und nicht bei Schwangeren oder Kleinkindern verwendet werden, sind die möglichen Risiken gering. Sobald es sich jedoch um eine pure oder eine höher verdünnte Anwendung oder um eine innere Einnahme ätherischer Öle handelt, ist es wichtig, sich anzuschauen, ob diese Empfehlung auch wirklich sicher ist.
Jetzt fragst du dich vielleicht, woher man weiß, welche Informationen vertrauenswürdig sind, wenn man selbst nicht in der Aromatherapie ausgebildet ist. Ich wünschte, ich könnte dir die Frage mit einem Satz beantworten, aber das ist nicht so leicht. Stelle dir Fragen, zum Beispiel:
- Hat der Verfasser/der Verfasserin eine Ausbildung in der wissenschaftlichen Aromatherapie (gewöhnlich dauert eine solche Ausbildung über 1 Jahr)?
- Werden in den Rezepten bei ätherischen Ölen wie Rosmarin, Oregano oder Thymian die jeweiligen Chemotypen genannt (das ist sehr wichtig)?
- Kennt sich der Verfasser / die Verfasserin auch mit möglichen Risiken aus oder werden ätherische Öle als unbedenklich / harmlos dargestellt?
- ...
All diese verschiedenen, teils haarsträubenden Ratschläge zu ätherischen Ölen war eine meiner Hauptmotivationen, weshalb ich den "Reiseführer in die Welt der ätherischen Öle" geschrieben habe: ich wollte anderen das nötige Wissen für einen sicheren Umgang geben.
Hier befindet sich auch ein Tipp bei der Frage, mit welchen ätherischen Ölen man beginnen könnte:
In meinem Buch stelle ich dir Steckbriefe zu 17 ätherischen Ölen vor (insgesamt gibt es 20 Steckbriefe, aber bei 17 dieser Öle lade ich dich zu einer praktischen Erfahrung in Form von "Dufterlebnisoasen" ein. Was das ist, erkläre ich dir ebenfalls im Buch). Bei den 17 Steckbriefen erfährst du zu jedem dieser Öle...
- interessante Infos
- eventuelle Risiken
- mögliche Anwendungswege
- ein paar der bekannten therapeutischen Eigenschaften
- Beispiele für Studien
- und leicht umsetzbare DIY-Rezepte
Meine Idee dabei war, dass du nach dem Lesen vom Buch nicht nur viel mehr über den Umgang mit ätherischen Ölen bescheid weißt, sondern auch ganz praktisch, übers Riechen, verschiedene ätherische Öle während deiner Lese-Reise kennenlernen konntest:
Blütendüfte (Lavendel, römische Kamille), Baumdüfte (Schwarzfichte), Wurzeldüfte (Ingwer, Vetiver), Harzdüfte (Weihrauch, Myrrhe), Zitrusfruchtdüfte (Orange, Zitrone), Blätterdüfte (Ravintsara, Eukalyptus radiata), Rindendüfte (Katrafay), Zweigdüfte (Petit Grain), Samendüfte (Kardamom), Gräserdüfte (Palmarosa), Kräuterdüfte (Thymian ct. linalool) und mehr.
3. Welche Anbieter stehen zur Auswahl?
Nun, da gibt es eine ganze Menge. Ich erhalte keine Provisionen und bin firmenunabhängig. Du kannst deine ätherischen Öle dort bestellen, wo du möchtest! Ich kann dir nur sagen, von welchen Firmen ich selbst ätherische Öle verwende - und du siehst, dass das eine große Auswahl ist: Wadi, Primavera, Oshadi, Essence-pur, Dragonspice, Maienfelser Naturkosmetik, Urdrogerie, Aroma-Zone, Essences naturelles corses, Eschgfeller, Taoasis, Pranarom, Osmobiose, Tiroler Kräuterhof, Farfalla, Feeling, Vegaroma...
Wichtig ist, wie schon geschrieben, dass du ein ätherisches Öl kaufst mit der Bezeichnung "100 % naturrein", am besten in Bioqualität oder Wildsammlung (das ist z. B. bei Nadelbäumen oft der Fall). Auf dem Etikett muss der botanische Name stehen (und falls vorhanden der Chemotyp), die Art der Gewinnung (gewöhnlich Wasserdampfdestillation oder Kaltpressung), das Ursprungsland, die verwendeten Pflanzenteile. Manchmal sind auch Allergiehinweise oder Gefahrensymbole auf den Etiketten, dies hat jedoch vor allem rein rechtliche Hintergründe und ist abhängig von der Kategorie, mit der dieses Öl vertrieben wird (d. h. ob als Kosmetikum oder als Bedarfsmittel...).
4. Weitere kostenlose Infos zu ätherischen Ölen und ihrer praktischen Anwendung...
... findest du in meinem Telegram-Kanal "Aromawissen":